Bezirksliga Berlin 1971/72- 13.Spieltag
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26
| Bezirksliga Berlin 1971/72 | 13.Spieltag | |||
|---|---|---|---|---|
| 11.12.71 | 1. FC Union Berlin II | - | SG Friedrichshagen | 1:0 |
| 11.12.71 | Motor Köpenick | - | Chemie Schmöckwitz | 4:1 |
| 11.12.71 | GSG Köpenick | - | BFC Dynamo III | 1:1 |
| 11.12.71 | BSG Luftfahrt | - | Rotation Berlin | 1:1 |
| 11.12.71 | Fortuna Biesdorf | - | Berolina Stralau | 0:0 |
| 11.12.71 | Motor Treptow | - | Stahl Oranienburg | 1:4 |
| 11.12.71 | Berliner VB | - | BSG Außenhandel | 3:1 |
| Bezirksliga Berlin 1971/72 – 13.Spieltag | Sp | S | U | N | Tore | Punkte | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | ⇑ | Motor Köpenick ( 7 ) | 13 | 9 | 2 | 2 | 26:7 | 20:6 | |
| 2 | Rotation Berlin ( 5 ) | 13 | 7 | 4 | 2 | 30:15 | 18:8 | ||
| 3 | 1. FC Union Berlin II ( 4 ) | 13 | 8 | 2 | 3 | 26:12 | 18:8 | ||
| 4 | Stahl Oranienburg ( 13 ) | 13 | 8 | 1 | 4 | 35:30 | 17:9 | ||
| 5 | SG Friedrichshagen ( N ) | 13 | 6 | 3 | 4 | 21:18 | 15:11 | ||
| 6 | Fortuna Biesdorf ( 12 ) | 13 | 4 | 6 | 3 | 15:13 | 14:12 | ||
| 7 | GSG Köpenick ( N ) | 13 | 3 | 6 | 4 | 18:18 | 12:14 | ||
| 8 | Motor Treptow ( 8 ) | 13 | 4 | 4 | 5 | 15:16 | 12:14 | ||
| 9 | Berliner VB ( 9 ) | 13 | 4 | 3 | 6 | 20:24 | 11:15 | ||
| 10 | BSG Luftfahrt ( 3 ) | 13 | 3 | 5 | 5 | 13:22 | 11:15 | ||
| 11 | Berolina Stralau ( 6 ) | 13 | 3 | 4 | 6 | 12:16 | 10:16 | ||
| 12 | BSG Außenhandel ( 14 ) | 13 | 4 | 2 | 7 | 16:28 | 10:16 | ||
| 13 | ⇓ | Berliner FC Dynamo III ( 11 ) | 13 | 2 | 5 | 6 | 17:27 | 9:17 | |
| 14 | ⇓ | Chemie Schmöckwitz ( 10 ) | 13 | 0 | 5 | 8 | 12:30 | 5:21 | |
In Klammern: Platzierung nach der Saison 1970/71; N - Neuling | |||||||||
| Statistik | 13. Spieltag | Gesamt nach 91 Spielen |
|---|---|---|
| Tore: | 19 Ø 2,71 pro Spiel | 276 Ø 3,03 pro Spiel |
| Heimsiege: | 3 | 37 |
| Unentschieden: | 3 | 26 |
| Auswärtssiege: | 1 | 28 |
Wendemarke ist erreicht
Motor Köpenick spielte die erwartete Rolle / Gute Heimbilanz von Biesdorf
Die 13 Spieltage der ersten Halbserie wurden am vergangenen Wochenende in der Fußball-Bezirksliga abgeschlossen. Der Start in die Rückrunde erfolgt am 16. Januar. Titelanwärter Nr. 1 Motor Köpenick erfüllte die Erwartungen und führt die Tabelle an. Lediglich zweimal zogen die Schützlinge von Trainer Erich Bolz (0:2 bei GSG und 0:1 gegen Union II) den kürzeren. Zuletzt bezwangen sie das Schlußlicht Chemie Schmöckwitz, das sich allerdings erst nach hartnäckiger Gegenwehr geschlagen bekannte. Schmidt brachte erneut zwei Treffer auf sein Konto, so daß er jetzt zusammen mit Trölenberg (Oranienburg) und Stotz (Rotation Berlin) die Torschützenliste anführt (jeweils zehn Erfolge).
Die Köpenicker konnten ihren Vorsprung sogar auf zwei Punkte ausdehnen, da Rotation Berlin nach dem 1:1 gegen Biesdorf sich nun bei der BSG Luftfahrt ebenfalls mit diesem Ergebnis begnügen mußte. Stahl Oranienburg wartete einmal mehr mit einer Überraschung auf. Die offensivfreudige Mannschaft setzte die als abwehrstark bekannte Elf von Motor Treptow mit einem 4:1 schachmatt,
Eine erstaunliche Erfolgsbilanz hat Fortuna Biesdorf auf eigenem Boden aufzuweisen. In sechs Spielen brauchte die von Dieter Ruttig trainierte Vertretung nicht einen Verlusttreffer einzustecken. Das waren die Resultate: 0:0 gegen BVB, 1:0 Luftfahrt, 0:0 Motor Köpenick, 0:0 Friedrichshagen, 5:0 BFC III und jetzt 0:0 gegen Berolina.
Durch zwei aufeinanderfolgende Niederlagen (vorher 0:5 gegen Motor Köpenick) fiel Neuling SG Friedrichs- hagen aus dem Vorderfeld zurück. Immerhin hatte Union II gestern Mühe, das knappe 1:0 zu behaupten. Dennoch verdienen die beiden Aufsteiger Friedrichshagen und GSG Köpenick für ihr bisheriges Abschnei- den Anerkennung.
Motor Köpenick – Chemie Schmöckwitz 4:1 (0:0)
Motor Köpenick: Halupczok; Krause; Boehmfeldt, Buchholz, Labs, Bärchen (ab 46. Kalbe), Schmidt, Pachäl, Unglaube, Metke, Pollaene. Trainer: Bolz
Chemie Schmöckwitz: Hartwig; Geier, Wenschlag, Hildebrandt, Ebert, Godon, Wellnitz (ab 70. Schünke), Büttner, Beutler, List, Langer. Trainer: Schulze.
Torfolge: 1:0 Schmidt (60.), 1:1 Godon (70.), 2:1 Buchholz (74.), 3:1 Schmidt (76.), 4:1 Pachäl (85.).
Fortuna Biesdorf – Berolina Stralau 0:0
Fortuna Biesdorf: Bohner; Luttosch, J. Bredow, Stolpe, Knippschild, Wernicke, Werk, Guse, Rutenberg (ab 65. Matuszewski), Sydow (ab 70. Lampe), Hiller. Trainer: Ruttig
Berolina Stralau: Sanno; J. Hahn (ab 65. Hoppe), Werner, Krowiorsch, Wohlan, Kutzner, Gutschke, H. Hahn, Schickgram, Marquardsen, Cyrson. Trainer: Beil.
Berliner VB – BSG Außenhandel 3:1 (1:0)
Berliner VB: Giel; Resech, Rauschke, Rentzsch, Frost, Kubatz (ab 75. Ecken), Renk, Böck, Volkmann, Hamann, Steinke. Trainer: xxx
BSG Außenhandel: Klemm; Greschus, Schönebeck, Hobick, Zutzewitz, Schikorski, Magen (ab 75. Rummelt), Wirbel, Schulz, Ebert, Jager. Trainer: Bederski
Torfolge: 1:0 Renk (23., Foulstrafstoß), 1:1 Jager (50.), 2:1 Steinke (80.), 3:1 Hamann (85.).
GSG Köpenick – BFC Dynamo III 1:1 (1:1)
GSG Köpenick: Hammel; G. Schulz, Kluck, Decker, Strässer, Klaue, Redlich, H. Schulz, Wolff (ab 72. Stange), Weinert, Bauer. Trainer: Kluck
BFC Dynamo III: Kümmel; Prescher, Milak, Jahn, Grebe, J. Rohde, Jonelat, Tillich, Vüllings, Grail, Wolf. Trainer: Perschmann
Torfolge: 0:1 Tillich (25.), 1:1 Klaue (30.).
BSG Luftfahrt – Rotation Berlin 1:1 (0:0)
BSG Luftfahrt: nicht gemeldet
Rotation Berlin: nicht gemeldet
Torfolge: 1:0 Stennder (50.), 1:1 Hoherz (60.).
1. FC Union Berlin II – SG Friedrichshagen 1:0 (1:0)
1. FC Union Berlin II: nicht gemeldet
SG Friedrichshagen: nicht gemeldet
Torschütze: 1:0 Marquardt (16.).
Motor Treptow – Stahl Oranienburg 1:4 (0:2)
Motor Treptow: nicht gemeldet
Stahl Oranienburg: nicht gemeldet
Torfolge: 0:1 M. Mlynikowski (14.), 0:2 Trölenberg (19.), 0:3 M. Mlynikowski (65.), 1:3 Vingerhoets (74.), 1:4 Trölenberg (83.).
Halbzeitfazit
Neulinge brachten Leben
„Halbzeit“ in der Fußball-Bezirksliga / Spannender Kampf an der Tabellenspitze
Vier Mannschaften mit Aufstiegshoffnungen, ein schon fast sicherer Absteiger, fünf Kollektive, die um den Klassenerhalt bangen müssen, da die Gefahr besteht, daß sich neben Pankow auch Lichtenberg wieder aus der Liga verabschieden muß, und ein Mittelfeld zwischen Friedrichshagen und Motor Treptow vorerst ohne Abstiegssorgen – so etwa läßt sich, auf eine kurze Formel gebracht, die Lage in der Fußball-Bezirksliga zur „Halbzeitpause“ umreißen.
Das belebende Element trugen die Neulinge GSG Köpenick und SG Friedrichshagen in die erste Halbserie. Im Gegensatz zu den Bezirksklasse-Aufsteigern des Vorjahres halten die des Jahrgangs 1971 bis zur Stunde kräftig Schritt mit der Konkurrenz. Sensationellen Anstrich trugen einige Spiele von Stahl Oranienburg. Die Randberliner ließen mit ihrem volle Fahrt aufmachenden torhungrigen Sturm, aber auch mit einer um so offeneren Abwehr manche „Bank“ platzen. Sie schlugen beispielsweise hintereinander Rotation, Berolina Stralau und die BSG Außenhandel, um sich dann auf eigenem Platz von BVB mit 2:5 das Fell über die Ohren ziehen zu lassen und wiederum eine Woche später ohne jede Nachwirkung Motor Treptow in Baumschulenweg mit 4:1 aus den Angeln zu heben.
Sektionsleiter Horst Wrege meinte zum bisherigen Verlauf: „Angesichts der zahlreichen Abgänge zu Beginn der Saison haben wir natürlich weit mehr erreicht als erwartet. Das ist in erster Linie ein Verdienst unseres Übungsleiters Strehmel. Er verstand es, das Kollektiv zu festigen.”
Kein souveräner Spitzenreiter
Ein hohes Maß an Erfahrung und der offensichtlich gelungene Einbau einiger weniger jüngerer Spieler sind die Kriterien für die führende Tabellenposition von Motor Köpenick. Daß sie nicht in jedem Falle auch die Garantie für Erfolge boten, bewiesen die Niederlagen gegen die Ortsrivalen 1. FC Union II und GSG Kö- penick. Deshalb läßt sich von einer souveränen Stellung der Funkwerker in der höchsten Berliner Spielklasse auch nicht sprechen.
Das Mitglied der Sektionsleitung Gerd Kuley sagte zum bisherigen Abschneiden des Herbstmeisters: „Unser Ziel haben wir zwar erreicht, doch waren wir mit den Leistungen nicht immer zufrieden. Ein größerer kämpferischer Einsatz des Kollektivs hätte uns sicher manchen Punktverlust ersparen können.“
In erster Linie sollte es wohl dem 1. FC Union II mit dem Durchschnittsalter von knapp 21 Jahren noch zuzutrauen sein, den Köpenickern die Suppe zu versalzen. Will das gelingen, müßten jedoch offensichtlich die Wirksamkeit des Angriffsspiels und der kämpferische Einsatz verbessert werden. Wesentlich mehr Torgefährlichkeit strahlte in letzter Zeit Rotation Berlin aus. Die gefährlichen Sturmspitzen Stotz und Tyslerowicz brachten allein 19 der 30 Treffer ihrer Mannschaft auf ihr Konto. Auch der gegenwärtig verletzte Sydow und Ex-Nationalspieler Rainer Nachtigall seien nicht vergessen, wenn es darum geht, Chancen zu nutzen. Die Spindlersfelder selbst wünschten sich eine noch größere Stabilität in der Deckung.
Den allgemeinen Erwartungen absolut nicht gerecht werden konnten bis zur Stunde der BFC Dynamo III, die SG Berolina Stralau und die BSG Luftfahrt. Das Abfallen von Chemie Schmöckwitz dagegen kommt nicht unbedingt überraschend. Schon in den zurückliegenden Jahren mußte man bei ihnen beträchtliche Substanzverluste registrieren, die sich in dieser Saison nun im letzten Platz niederschlagen.
113 Namen umfaßt die Torschützenliste nach 91 ausgetragenen Spielen. An die Spitze haben sich mit je 10 Treffern Stotz (11?), Trölenberg (Oranienburg), Schmidt (Motor Köpenick) sowie Tyslerowicz und Gärtner (1. FC Union II / je 9) gesetzt. Mit sechs hielt sich die Zahl der Platzverweise in Grenzen. Sicher eine Auswirkung auch der „gelben Karten“, die von den Unparteiischen 68mal gezogen wurden und auf Grund derer J. Rohde (BFC Dynamo III) bereits einmal, wie es die Sportgesetze besagen, automatisch für einen Spieltag zum Zuschauen verurteilt war. Von den 17 verhängten Strafstößen führten 13 zu Erfolgen. In der Zuschauerbilanz macht sich zweifellos das Fehlen der achtbaren Kulissen von EAB Lichtenberg und zuletzt auch auf dem Zobel-Sportplatz bemerkbar. Knapp 13.000 sahen die Begegnungen der ersten Halbserie, wobei die SG Friedrichshagen mit 320 Besuchern der besten Durchschnitt aufzuweisen hat. Wolfgang Schilhaneck
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