Bezirksliga Erfurt 1972/73 – 30.Spieltag


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Bezirksliga Erfurt 1972/7330.Spieltag
05.05.73Motor Weimar-Chemie Blankenhain2:3
05.05.73Motor Rudisleben-Motor Eisenach1:1
05.05.73Motor Heiligenstadt-Motor Gotha4:1
05.05.73Motor Nordhausen/West II-UT Erfurt0:0
05.05.73Einheit Kölleda-Landbau Bad Langensalza2:2
05.05.73Aufbau Erfurt-Aktivist Sollstedt4:1
05.05.73TSG Ruhla-TSG Apolda0:0
05.05.73Fortschritt Leinefelde-Glückauf Sondershausen1:1
Bezirksliga Erfurt 1972/73 - 30.SpieltagSpSUNToreDiffPunkte
 1.Motor Eisenach ( 4 )30179448:282043:17
 2.Motor Gotha ( 5 )30148855:352036:24
 3.Motor Rudisleben ( 2 )301631147:38935:25
 4.TSG Apolda ( 9 )30139834:31335:25
 5.Umformtechnik Erfurt ( 3 )301210836:27934:26
 6.Landbau Bad Langensalza ( N )301112740:32834:26
 7.TSG Ruhla ( N )30129940:301033:27
 8.Motor Weimar ( LA )301011946:351131:29
 9.Glückauf Sondershausen ( 13 )301181144:42230:30
10.Fortschritt Leinefelde ( 6 )301091132:34-229:31
11.Aufbau Erfurt ( 10 )301081246:46028:32
12.Motor Heiligenstadt ( 8 )307121141:43-226:34
13.Motor Nordhausen/West II ( 12 )308101233:46-1326:34
14.Chemie Blankenhain ( 7 )30971449:53-425:35
15.Einheit Kölleda ( N )30961543:72-2924:36
16.Aktivist Sollstedt ( 11 )30432323:65-4211:49

( 2 ) - Platzierung nach der Saison 1971/72; ( LA ) - Absteiger; ( N ) - Neuling; ( M ) - Meister; ( P ) - Pokalsieger;
Einheit Kölleda muß wieder absteigen
Nach 3:2-Erfolg in Weimar kann Blankenhain noch auf den Klassenerhalt hoffen
Keine Veränderungen mehr auf den ersten sechs Plätzen

Nach den Ergebnissen des Schlußtages steht Einheit Kölleda als zweiter Absteiger neben Aktivist Sollstedt fest. Der gut gestartete und in der ersten Halbserie mit einer ganzen Reihe spektakulärer Resultate aufwartende Neuling hatte gegen Saisonende immer mehr abgebaut und kam auch am letzten Spieltag über ein 2:2-Unentschieden gegen Landbau Bad Langensalza nicht hinaus. Auf dem dritten Abstiegsplatz liegt trotz des überraschenden 3:2-Erfolges auf dem Weimarer Lindenberg die Mannschaft von Chemie Blankenhain, deren weiteres Schicksal nun vom Abschneiden des FC Rot-Weiß in der Oberliga abhängt. Verbleiben die Rot-Weißen in der höchsten Klasse und damit auch die zweite Vertretung in der Liga, dann bleibt den Blankenhainern der Weg in die Bezirksklasse erspart. Als Aufsteiger stehen auf alle Fälle bereits Lok Erfurt, Motor Wutha-Farnroda und Glückauf Bleicherode fest. Im oberen Tabellenbild gab es bis auf den Platzwechsel Ruhla – Weimar keine Veränderungen mehr. Der neue Titelträger Motor Eisenach beendete die Saison mit einem 1:1 in Rudisleben und einem klaren Siebenpunkte Vorsprung.

Motor Weimar – Chemie Blankenhain 2:3 (1:1)
BSG Motor Weimar: Rabenhold, Giehl, Kraft, Brettschneider, Linke, V. Brüheim, Weber, Henning, Hayn,
Schulz (23. Büchner), Scharf. Trainer: Hans-Georg Hafner
BSG Chemie Blankenhain: Vedder, Jünger, Misewitsch, Kehr, Deistler, Pilz, Heerdegen (46. Voigt), Full, Kofler (60. Aschmann), Prokoph, Rebhuhn. Trainer: Jürgen Bittdorf
Schiedsrichter: Blumentritt (Schönau v.d.W.)
Zuschauer: 1.000
Tore: 0:1 Pilz (20.), 1:1 V. Brüheim (28.), 2:1 Weber (47.), 2:2, 2:3 Rebhuhn (60., 73.).

Motor Rudisleben – Motor Eisenach 1:1 (1:0)
BSG Motor Rudisleben: Sondermann, Würl, Hornbogen (46. Furch), Schmidt, Behrendt, Tschirne, Panek, Otte, Schröder, Dornheim, Löffler. Trainer: Hans Domagalla
BSG Motor Eisenach: Schülbe, Bockris, A. Wolff, Hildenhagen, B. Koch, G. Koch (32. Römhild), Geyer, Gatzka, Krause, Vogt, Groß. Trainer: Martin Schwendler
Schiedsrichter: Mergel (Erfurt)
Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Panek (14.), 1:1 Krause (54.).

Motor Heiligenstadt – Motor Gotha 4:1 (0:1)
BSG Motor Heiligenstadt: Sander, Adolph, Skinkys, Lange, Eschborn, Opfermann, W. Meier, Spitzenberg, Stein (46. Kießler), Schubert, Locker. Trainer: Eberhard Schecke
BSG Motor Gotha: Günther, Twirdy, Beutler (65. Schnell), Krauß, Schneegaß, Schinowsky (75. Stertzing), Nieder, Andreas, Karstedt, Hose, Arnold. Trainer: Hans-Joachim Göring
Schiedsrichter: Hein (Küllstedt)
Zuschauer: 1.000
Tore: 0:1 Nieder (38.), 1:1 Schubert (47.), 2:1 Spitzenberg (50.), 3:1 Locker (64.), 4:1 Skinkys (78.).

Motor Nordhausen/West II – UT Erfurt 0:0
BSG Motor Nordhausen/West II: Gröper, Lück, Cebulla, Eisenschmidt, Hotze, Wernecke, Aurin, Hofsommer, Spielmann, Koschlik, Barth. Trainer: Gerhard Fischer
BSG Umformtechnik Erfurt: Müller, Jarmuschek, Seeling, Pfeifer, Voß, Zierenner, Bunk, Hildebrandt, Garthoff, Schwarz, Gans. Trainer: Horst Wiederhold
Schiedsrichter: Handke (Schlotheim)
Zuschauer: 400
Tore: Fehlanzeige

Einheit Kölleda – Landbau Bad Langensalza 2:2 (0:2)
BSG Einheit Kölleda: Schaar, Walther, Ponik, Huste, Koch, Bax (70. Reuter), Speth, W. Körner (46. Rauch), Schenke, Kaps, Große. Trainer: Dieter Lehmann
BSG Landbau Bad Langensalza: Fischer, Echtermeyer, Wollersheim, Beck, Braun, Cibis, Müller, G. Widder (60. Weschke), Christ, Hillemann, Mühlbach. Trainer: Rainer Trölitzsch
Schiedsrichter: Bang (Oberdorla)
Zuschauer: 750
Tore: 0:1 Mühlbach (28.), 0:2 G. Widder (32.), 1:2 Kaps (47.), 2:2 Schenke (50. /
Handstrafstoß).

Aufbau Erfurt – Aktivist Sollstedt 4:1 (3:1)
BSG Aufbau Erfurt: Lutz, Schumm, Zubrinna, Neumann, Schindler, Dittmann (46. Kindler), Langner, Schröder, Schmidt, Oxenfart, Czarnecki. Trainer: Wolfgang Seifert
BSG Aktivist Sollstedt: Forbrich, Krause, Enge, Dech, Gumpert, Weißenborn, Christ, Jödicke, Schenk, Spangenberg, Knauft, Fischer (50. Neumann). Trainer: Rudolf Facius
Schiedsrichter: Stellmacher (Ohrdruf)
Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Schenk (8.), 1:1 Schmidt (11.), 2:1 Czarnecki (28.), 3:1 Schmidt (37.), 4:1 Czarnecki (58.).

TSG Ruhla – TSG Apolda 0:0
TSG Ruhla: Hoßfeld, Mock, Reinhardt, Klemm, Möller, Jatzek, Knote, Flehmig, Seyfried, Wagner, Glock. Trainer: Dieter Garwe/Günther Wenzel
TSG Apolda: Planer, Fischer, Siefert, Wischerop, Zinke, Böhm, Milkoreit, Penschuck, Lenzmer, Wyrembek, Unruh. Trainer: Dieter Schmidt
Schiedsrichter: Habermann (Weißensee)
Zuschauer: 650
Tore: Fehlanzeige

Fortschritt Leinefelde – Glückauf Sondershausen 1:1 (0:0)
BSG Fortschritt Leinefelde: H. Hentrich, G. Hentrich, H. Kullmann, Solf, Leinhos, W. Kullmann (46. Fütterer), Sellin (70. Kühn), A. Hentrich, Rothensee, Otto. Trainer: Walter Scharlach
BSG Glückauf Sondershausen: Preiß, Göttlich, Mecklenburg, Schmidt, Maresch, Druselmann, Riedl,
Göthling, Bierwirth, Steikert, Naue. Trainer: Werner Gille
Schiedsrichter: Lück (Nordhausen)
Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Bierwirth (55.), 1:1 A. Hentrich (61.).
Die Kreisseite Sondershausen schreibt: Gerechte Punkteteilung. Mit einer spielerisch und kämpferisch guten Leistung beendeten die Kalikumpel im letzten Punktspiel in Leinefelde die Fußballsaison1972/73. Für beide Kollektive ging es um nichts mehr, denn die Abstiegsfrage war für sie bereits geklärt, und so konnte unbeschwert aufgespielt werden. Bester Mannschaftsteil unserer Elf war die Hintermannschaft mit Preiß im Tor, Maresch, Mecklenburg, Göttlich und „Manner“ Schmidt, die es ausgezeichnet verstand, dem Gastgebersturm den Schneid abzukaufen. Kurz nach der Pause marschierte Göttlich mit dem Ball in Richtung Leinefelder Tor, legte den Ball dem mitgelaufenen Bierwirth direkt auf den Fuß, so daß dessen Schuß unhaltbar im Tor der Leinefelder landete. Erst neun Minuten vor Schluß nutzten die Gastgeber ein Missverständnis in der Glückauf-Abwehr zum Unentschieden aus. Mit dieser Punkteteilung wurde das gesteckte Ziel, 30 Punkte zu erzielen, erreicht. Nun gilt es, im FDGB-Pokalwettbewerb ebenfalls gut abzuschneiden.

Statistik30. SpieltagGesamt nach 238 Spielen
Tore:23 Ø 2,88 pro Spiel656 Ø 2,76 pro Spiel
Heimsiege:2119
Unentschieden:567
Auswärtssiege:152
Zuschauer4350 Ø 544113.217 Ø 472
Feldverweise024
BezirkspokalfinaleGlückauf Sondershausen - Aktivist Sollstedt 4:2
Beste Schützen:Hose (Gotha) 18; Steikert (Sondershausen) 15; Glock (Ruhla) 14; Roggow (Blankenhain), Kaps (Kölleda), Schröder (Rudisleben), Czarnecki, Schröder (beide Aufbau Erfurt) je 13
2 Spiele ohne Wertung
Beste Torschützen nach dem 30. Spieltag
NameVereinTore (11m)
HoseMotor Gotha18
SteikertGlückauf Sondershausen15 (1)
GlockTSG Ruhla14 (4)
CzarneckiAufbau Erfurt13
KapsEinheit Kölleda13
RoggowChemie Blankenhain13
SchröderAufbau Erfurt13
SchröderMotor Rudisleben13
KapsEinheit Kölleda10
RothenseeFortschritt Leinefelde10 (2)
SchwarzUmformtechnik Erfurt10
VogtMotor Eisenach10

Die Neulinge sorgten für Belebung

Statistischer Rückblick auf die Bezirksliga-Saison 1972/73

Ohne Terminschwierigkeiten konnte die Saison 72/73 im Bezirk Erfurt Anfang Mal abgeschlossen werden. Der neue Titelträger Motor Eisenach – der Erfolg der Schützlinge von Übungsleiter Martin Schwendler wurde von uns bereits eingehend gewürdigt – beendete die Spiele mit sieben Punkten Vorsprung und wird sich nun in der kommenden Serie in der Liga-Staffel E bewähren müssen. Für Spannung bis zum Schlußtag sorgte dagegen der Kampf um den Klassenerhalt, der schließlich neben der weit abgeschlagenen Elf von Aktivist Sollstedt den im Schlußteil etwas unglücklich kämpfenden Neuling Einheit Kölleda als zweiten Absteiger sah. Der seit Sonnabend feststehende Oberligaverbleib des FC Rot-Weiß dürfte unter anderem besonders in Blankenhain gefeiert worden sein, denn damit gehört die zweite Clubvertretung weiter der Liga an, und Chemie Blankenhain bleibt der Weg in die Bezirksklasse erspart. Wir wollen heute noch einige statistische Informationen nachtragen, die wir vom Vorsitzenden der Spielkommission im BFA Fußball, Helmut Güntzler, übermittelt bekamen. Da ist zunächst das erfreuliche Ansteigen der Zuschauerzahlen. In der Saison 71/72 besuchten 100.972 Sportanhänger die Spiele der Bezirksliga, in der abgelaufenen Serie erhöhte sich diese Zahl um mehr als zehn Prozent auf 113.217. Hauptanteil dar- an hatten der Meister Motor Eisenach (16.109), der Tabellenzweite Gotha (13.779) und die beiden Neulinge Bad Langensalza (12.835) und Ruhla (12.698). Überhaupt sorgten gerade die Neulinge mit ihren zum Teil guten Leistungen für frischen Wind in der höchsten Klasse des Bezirkes. Weiter schwach besucht werden die Spiele in Erfurt, wo bei Aufbau lediglich 2583 und bei UT 3010 zahlende Besucher registriert wurden. Die niedrigste Zahl gab es mit 1460 beim Absteiger Aktivist Sollstedt.

Nur unwesentlich sank die Zahl der erzielten Treffer ab. die 1971/72 680 und diesmal 657 betrug. Schützenkönig wurde der Gothaer Werner Hose mit 18 Toren vor Steikert (Sondershausen/15) und Glock (Ruhla/14). Auf je 13 Tore brachten es Kaps (Kölleda), Prokoph (Blankenhain), Schröder (Rudisleben) und die beiden Erfurter Czarnecki und Schröder (Aufbau). Der torgefährlichste Spieler der letzten Jahre, der Leinefelder Rothensee, wurde diesmal meist als Stopper eingesetzt, brachte es aber auch da noch auf 10 Treffer.

Die unerfreulich hohe Vorjahresbilanz an Herausstellungen und Verwarnungen hat sich leider nicht zum Besseren geändert. Erneut mußten die Schiedsrichter 246mal die „gelbe Karte“ ziehen, und 24 Spieler traten den Weg in die Kabine auf Weisung des Unparteiischen schon vor dem Abpfiff an. „Einsamer Spitzenreiter“ auf diesem Gebiet einmal mehr Aufbau Erfurt mit 6 Platzverweisen und 23 Verwarnungen. Auch bei Glückauf Sondershausen und Fortschritt Leinefelde (je 3 Feldverweise) muß in Bezug auf die sportliche Erziehung der Spieler einiges getan werden.

Aus der Tageszeitung „Das Volk“

Motor Eisenach mit dem Glück des Tüchtigen

Rudisleben und UT Erfurt enttäuschten / Aufsteiger Bad Langensalza und TSG Ruhla fanden sich gut zurecht

Nicht zuletzt durch die straffe Leitung des Übungsleiters Martin Schwendler kam Motor Eisenach zum souveränen Meisterschaftsgewinn. Die Motor-Elf geriet niemals in Gefahr, die führende Position zu verlieren, da Motor Gotha aus den auftretenden Konzentrationsschwächen des Tabellenführers keinen Nutzen zog. Allerdings hatten die Wartburgstädter das Glück in einigen Begegnungen förmlich gepachtet, denn spielentscheidende Treffer erzielt man in der Schlußminute nicht in dem Maße, wie es die Eisenacher de- monstrierten. Auch das 2:6-debakel bei Aufbau Erfurt konnte den Rhythmus des Spitzenreiters nicht stören.

Die Gothaer, weiterhin unter der Regie von Hans Göring, durften für sich in Anspruch nehmen, seit Jahren eine nicht so gute Plazierung erreicht zu haben, wie in der vergangenen Saison. Eine kurze Durststrecke kostete der Mannschaft jedoch einen noch besseren Endstand. Als Eisenach an drei Spieltagen kein Tor schoß, verlor Gotha im gleichen Zeitraum auf eigenem Boden gegen Landbau Bad Langensalza mit 2:3 und gegen die TSG Apolda mit 0:1.

Motor Rudisleben vergab alle Chancen durch völlig indiskutable Leistungen in der Rückrunde. UT Erfurt vermochte ebenfalls keineswegs die Erwartungen zu erfüllen. Die routinierten Abwehrkräfte Pfeiffer, Müller und Seeling konnten auf die Dauer das Spiel allein nicht gestalten, da der Angriff zu geringe Durchschlagskraft entwickelte.

Mit Auszeichnung bestanden die Neulinge. Selbst Einheit Kölleda hielt lange mit. Das 0:8 auf dem Weimarer Lindenberg deutete dann aber an, daß der Elf doch der Atem ausging. Landbau Bad Langensalza machte unter dem einstigen Oberligaspieler Rainer Trölitzsch mehr und mehr auf sich aufmerksam. Zunächst offenbar aussichtslos abgeschlagen, schloß die Mannschaft die Spielzeit mit einer Serie von elf Auseinandersetzungen ab, in der sie ungeschlagen blieb. Zehn Pluspunkte holte sich Langensalza dabei auswärts. Nicht minder bemerkenswert auch das Abschneiden des Aufsteigers TSG Ruhla sowie der Vertretung von Glückauf Sondershausen, die sich außerdem den FDGB-Bezirkspokal holte.

Die Besucherzahlen zogen erfreulicherweise an. 113.217 Zuschauer stehen 100.972 der Vorjahressaison gegenüber. Eisenach war mit 16.109 auch hier Spitzenreiter. Gotha registrierte 3000 Besucher mehr, Lan- gensalza fand doppelte Resonanz als sonst gewohnt. Rudisleben und Apolda hatten dagegen einen erheblichen Rückgang zu verzeichnen. Die Schlagerspiele der Saison lieferten sich Eisenach und Ruhla vor 3.725 (in Eisenach) und 2.290 (in Ruhla) „Zahlenden“.

Insgesamt wurden 657 Tore (1971/ 1972: 680) geschossen. Die Nummer 1 unter den Schützen war Hose (Gotha) mit 18 Treffern von Steikert (Sondershausen) 15, Glock (Ruhla) 14, Roggow (Blankenhain), Kaps (Kölleda), Schröder (Rudisleben), Czarnecki und Schröder (beide Aufbau Erfurt) je 13. Die Schiedsrichter mußten 24 Feldverweise aussprechen. Aufbau Erfurt führt die „Sünderliste“ mit sechs Herausstellungen an. Bei Leinefelde und Sondershausen wurden jeweils drei Aktive vorzeitig in die Kabine geschickt. Neben UT Erfurt blieben die drei am Tabellenende platzierten Vertretungen ohne Platzverweis.

HORST SZULAKOWSKY

„Alte Hasen“ und ein junger Libero

Die KFA Nordhausen und Eisenach dominierten bei der Fußball-Spartakiade des Bezirkes Erfurt, waren sie doch in allen drei Altersbereichen dabei, als es in die End- spiele ging. Überraschend gelang es jedoch Nordhausen nicht, eine Goldmedaille zu erringen. Das Schülerturnier gewann die Kreisauswahl Apolda. Sie verlegte Eisenach im Finale den Weg zum Sieg. Bedauernd hob Gustav Salzmann, der frühere Eisenacher Torjäger, die Schultern. Eilenden Schritts jagte er zum Erfurter UT-Platz, denn dort kämpften wenig später wiederum Eisenacher um den ersten Platz. Und der „Pendelverkehr“ lohnte sich. Hier eroberte Eisenach bei der Jugend Spartakiadegold.

Mit Heinz Zöller aus Bad Langensalza trafen wir auf dem Aufbau-Sportgelände einen weiteren „alten Hasen“, den das runde Leder nicht los läßt. Freude auch für ihn – er betreut schon seit 1924 junge Fußballer – konnten doch die Knaben seiner Kreisauswahl Turniergewinner werden. Übrigens: Den Namen des kleinen Eisenacher Liberos Matthias Weber in der Schülerauswahl darf man sich vormerken. Sein Blick für die Situation und das Spiel aus der Abwehr heraus waren bemerkenswert.

H. S.

Fuwo Nr. 32 vom 07.08.1973

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