Übersicht der Ausgaben des DFV-Bezirkspokal

1960 | 1962 | 1962/63 | 1963/64 | 1965

Finalspiele

In den ersten sechs Jahren gab es keinen Seriensieger; fünf verschiedene Bezirke konnten die Trophäe gewinnen. Besonders auffällig ist die starke Dominanz der Bezirke aus dem Norden (Rostock, Neubrandenburg) und dem Süden (Karl-Marx-Stadt, Erfurt) in den Endphasen.

Saison Sieger Finalgegner Ergebnis Entscheidender Spieler / Besonderheit
1960 Erfurt Potsdam 3:2 Doppeltorschütze Koch sichert den ersten Titel.
1962 Karl-Marx-Stadt Rostock 1:0 n.V. Wiederholungsspiel nötig; Tor durch Schuster (92.).
1962/63 Rostock Suhl 5:1 Deutlichstes Finale; Holtfreter & Kleiminger trafen doppelt.
1963/64 Berlin Gera 2:1 Berlin dreht das Spiel in Jena durch Krampe (86.).
1964/65 Neubrandenburg Karl-Marx-Stadt 1:0 Spätes Siegtor durch Steinfurth (89.) vor heimischer Kulisse.

 

 

Bezirk Primäre Absteller (Sportclubs & Armeesport) Wichtige BSG-Zulieferer
Rostock SC Empor Rostock, ASG Vorwärts Rostock Einheit Greifswald, Motor Warnowwerft, Motor Wolgast, Motor Stralsund
Schwerin SC Traktor Schwerin, SG Dynamo Schwerin Lok Wittenberge, Veritas Wittenberge, Vorwärts Schwerin
Neubrandenburg SC Neubrandenburg, ASG Vorwärts Neubrandenburg Empor Neustrelitz, Stahl Torgelow, Einheit Ueckermünde
Berlin ASK Vorwärts Berlin, SC Dynamo Berlin, TSC Berlin Dynamo Hohenschönhausen, Lichtenberg 47, Motor Köpenick
Potsdam SC Potsdam, ASG Vorwärts Potsdam Motor Hennigsdorf, Motor Süd Brandenburg, Motor Rathenow, Chemie Premnitz
Frankfurt (O.) SC Frankfurt (Oder), SG Dynamo Frankfurt Stahl Eisenhüttenstadt, Motor Eberswalde, TSG Fürstenwalde
Magdeburg SC Aufbau Magdeburg Lok Stendal, Turbine Magdeburg, Chemie Schönebeck
Cottbus SC Aktivist Brieske-Senftenberg, ASG Vorwärts Cottbus Aktivist Laubusch, Aufbau Großräschen, Chemie Schwarzheide
Leipzig SC Leipzig (aus SC Lok & SC Rotation), ASG Vorwärts Leipzig Aktivist Böhlen, Stahl Lippendorf, Motor Schkeuditz
Dresden SG Dynamo Dresden, SC Einheit Dresden Stahl Riesa, Stahl Gröditz, Motor Bautzen, Vorwärts Zittau
Karl-Marx-Stadt SC Karl-Marx-Stadt, SC Wismut Aue Motor Zwickau, Motor West Karl-Marx-Stadt, Wismut Plauen
Halle SC Chemie Halle, SG Dynamo Eisleben Chemie Zeitz, Chemie Wolfen, Motor Dessau, Chemie Buna Schkopau
Erfurt SC Turbine Erfurt, SG Dynamo Erfurt Motor Weimar, Motor Eisenach, Motor Nordhausen West, Motor Sömmerda
Gera SC Motor Jena, BSG Wismut Gera Chemie Schwarza, Einheit Rudolstadt, Stahl Silbitz
Suhl Motor Steinach, Motor Mitte Suhl Aktivist Kali Werra (Tiefenort), Lok Meiningen, Chemie Lauscha

Besonderheiten der Kaderzusammenstellung

1. Das „Steinach-Phänomen“ (Bezirk Suhl)

Obwohl Suhl einer der kleineren Bezirke war, stellte Motor Steinach oft fast die halbe Mannschaft (u.a. Linß, Schellhammer, Queck, Bätz). Dies führte dazu, dass Suhl trotz geringerer Auswahlmöglichkeiten sehr eingespielt wirkte und 1962/63 sowie 1965 bis ins Finale vorstieß.

2. Die „Zivil-Militärische“ Mischung (Bezirk Berlin & Rostock)

In Berlin und Rostock war die Zusammenarbeit zwischen den zivilen Clubs (TSC Berlin / SC Empor) und den Armeesportklubs (ASK Vorwärts / ASG Vorwärts) prägend. Oft standen Nationalspieler wie Nöldner (ASK) neben Spielern von kleineren Gemeinschaften wie Motor Köpenick.

3. Die Rolle der Betriebssportgemeinschaften

Während in den Oberliga-Bezirken die Sportclubs dominierten, waren es in Bezirken wie Potsdam oder Neubrandenburg oft eine Vielzahl kleinerer Gemeinschaften:

  • Potsdam: Motor Süd Brandenburg, Motor Hennigsdorf und Lok Kirchmöser bildeten hier ein stabiles Trio.

  • Neubrandenburg: Neben dem SC Neubrandenburg waren Vorwärts Neubrandenburg und Empor Neustrelitz die Hauptstützen.


Top-Spieler mit hoher Präsenz (Dauerbrenner)

Einige Namen tauchen über fast alle Spielzeiten hinweg als feste Größen auf:

  • Süd: Steinmann (Karl-Marx-Stadt), Knobloch (Erfurt), Jura (Zwickau/Karl-Marx-Stadt).

  • Nord: Uentz (Neubrandenburg), Nitze (Rostock/SC Empor), Steinfurth (Greifswald/Neubrandenburg).

  • Zentral: Kaulmann (Berlin/TSC), Kohlsdorf (Potsdam/Hennigsdorf).